Insbesondere für Kinder und Jugendliche gibt es alternative Finanzierungsmöglichkeiten zu einer privaten Kostenübernahme der Reittherapie. An dieser Stelle zeigen wir einige grundsätzliche Möglichkeiten auf, im persönlichen oder telefonischen Gespräch können wir individuell besprechen, ob eine Finanzierungsoption in Frage kommt. Es ist zu beachten, dass die Antragsteller immer die Sorgeberechtigten oder KlientInnen selbst sind und nicht der Leistungsanbieter.

Jugendämter können die Kosten für das Therapeutische Reiten gemäß SGB VIII – Kinder und Jugendhilfe übernehmen. Für weitere Informationen wenden Sie sich bitte an das Jugendamt ihres Bezirks.

Im Rahmen der Leistungen zur Rehabilitation und Teilhabe behinderter Menschen gemäß SGB IX werden u.a. heilpädagogische Leistungen zur Frühförderung finanziert; dazu kann auch Therapie mit Pferd zählen. Beratung und weitere Informationen erhalten Sie bei Gesundheitsämtern, Kinderkliniken, sozialpädiatrischen Zentren, Sozialämtern und Wohlfahrtsverbänden.

Das persönliche Budget ist ebenfalls eine Leistung zur gleichberechtigten Teilhabe am Leben für behinderte oder von Behinderung bedrohten Menschen gemäß SGB IX. Anträge können bei der Krankenkasse, Pflegekasse, Rentenversicherung, dem Jugendamt, Sozialamt, Integrationsamt oder der Agentur für Arbeit gestellt werden. Dort sowie bei allen Servicestellen für behinderte Menschen erhalten Sie Beratung zum persönlichen Budget.

Unter Umständen besteht die Möglichkeit einer Kostenübernahme für die Therpaie mit dem Pferd durch eine private Stiftung oder Hilfsorganisation. Beispiele sind Catania gGmbH, der Lions Club, Rotary Club und Herzenswünsche e.V..

Gesetzliche Krankenversicherungen übernehmen keine Kosten für eine Reittherapie. Wenn Sie privat krankenversichert sind, besteht die Möglichkeit auf Bezuschussung einer Reittherapie. Alle weiteren Informationen können Sie bei ihrer entsprechenden Krankenversicherung erfragen.